Die Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ der Bürgergemeinschaft. Auf der jährlichen Hauptversammlung wählt sie den Vorstand und legt die Grundzüge der künftigen Arbeit fest.
Das Protokoll der letzten Hauptversammlung zeigt die aktuelle Lage und die vereinbarten Handlungsabsichten des Vereins.
Jahreshauptversammlung 2009 der Bürgergemeinschaft Bismarckviertel Stolz auf neue Internetseite
Am 26. Februar 2009 traf sich die Bürgergemeinschaft Bismarckviertel zu ihrer Jahreshauptversammlung 2009 im Gemeindesaal der Franziskuskirche, Wielandstraße.
Vor dem Eintritt in die eigentliche Tagesordnung folgten die gut 40 Versammlungsteilnehmer mit großem Interesse einem Vortrag von Dr. Ingrid Schupetta, der Leiterin der Krefelder NS-Dokumentationstelle in der Villa Merländer. Ihr Thema: „Jüdische Familien im Bismarckviertel – das Beispiel der Familie Meyer“. Sie skizzierte, wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch viele jüdische Familien, die es sich leisten konnten, ins neue repräsentative Bismarckviertel draußen vor der Stadt zogen. „Mit den christlichen Nachbarn verband sie“, so Dr. Schupetta, „meist eine gemeinsame nationalkonservative Einstellung.“ Die gute Nachbarschaftlichkeit habe aber offenbar nicht zu engeren Freundschaften geführt. Sie kenne auch keine Berichte über irgendwelche Hilfeleistungen für verfolgte jüdische Nachbarn. Die Familie Meyer nahm Dr. Schupetta als Beispiel für ein typisches, aber eben auch sehr individuelles Schicksal. Die Familie, sie wohnte an der heutigen Friedrich-Ebertstraße 23, hatte großes Glück. Der 18-jährigen Tochter Ruth gelang es als Erntehelferin nach England zu kommen. Und sie brachte es fertig, die ganze Familie nachzuholen.
Die Überlebenden der jüdischen Gemeinde trafen sich schon kurz nach dem Krieg wieder zu gemeinsamen Gottesdiensten – im Hause Bismarckstraße 118.
Nach einer kurzen Pause kam die Versammlung dann zu den Üblichkeiten einer Jahreshauptversammlung.
In ihrem Rechenschaftsbericht zeigte Carla Kaiser, die Vorsitzende der Bürgergemeinschaft, die große Vielfalt der Vereinsaktivitäten: von der Pflege des Kinderbrunnens in der Hohenzollernstraße bis zum Aufstellen des Weihnachtsbaum, vom - gemeinsam mit der Villa Merländer zum Museumstag - veranstalteten Erzählcafe bis zur Kulturfahrt mit den Senioren (Kloster Kamp), vom Adventsingen zum gelungenen Sommerfest im August. Im Mittelpunkt ihres Berichtes aber standen die Bemühungen um die Neugestaltung des Bismarckplatzes, um die Vermittlung der Geschichte des Viertels und um den neuen Internetauftritt. Die Neugestaltung des Bismarckplatzes hat nach Gesprächen mit den Rats- und Bezirksparteien, mit der Stadtverwaltung eine greifbare Perspektive gewonnen. Der Verein selbst hat – mit 16 Mitgliedern – eine von der Stadt vorbereitete Verkehrszählung durchgeführt und eine exakte Messung der Platzgegebenheiten vorgenommen; alles Vorausssetzungen für eine verläßliche Detailplanung. Und dank rücksichtsvollen Umgangs mit den Mitgliedsbeiträgen sowie großzügiger Spender ist – wie Schatzmeister Wilhelm Nolte zeigte - auch das Konto „Neugestaltung“ wieder ein Stück gewachsen.
Überraschend war das große Interesse an den historischen Rundgängen durch das südwestliche Bismarckviertel („Alt-Cracau“). Insgesamt mehr als 120 Personen haben an den beiden Gängen teilgenommen. Der Rundgang soll ein weiteres Mal im April stattfinden, am Sonntag, den 26.April. Und , so wurde dargestellt, es sind weitere Rundgänge in Vorbereitung, der nächste – im Frühjahr 2010 - wohl durch den Nordosten des Viertels.
Als großen Schritt nach vorn würdigte Carla Kaiser den neuen Internetauftritt der Bürgergemeinschaft. Pünktlich zur Jahreshauptversammlung war www.bg-bismarckviertel.de online. Aktuelle Termine, Informationen zum Viertel und zum Verein, das alles wird künftig einfacher und anschaulicher zu vermitteln sein.
Am Ende dankte die Vorsitzende Wilhelm Nolte, der nach vier erfolgreichen Jahren als Schatzmeister nun nicht wieder kandidierte, sowie den Beisitzerinnen Sylvia Gehle und Inge Rau, die ebenfalls nicht mehr für den Vorstand kandidierten. Bei den anschließenden Wahlen wurden – jeweils ohne Gegenstimme – gewählt: Carla Kaiser als Vorsitzende, Götz Waninger als stellvertretender Vorsitzender, Bodo Meyer als Schatzmeister, Dorothea Krutzwicki als Schriftführerein sowie Michael Hagmanns, Nicole Knöfler, Elmar Schnöckelborg und Bodo Stroux als Beisitzer.
Zu Kassenprüfern wurden gewählt Otto Ernst Prehn und Dr. Klaus Schacht. In ihrem Schlusswort warb die alte und neue Vorsitzende Carla Kaiser noch einmal für das große Sommerfest der Bürgergemeinschaft am 23. August – um rege Teilnahme, aber auch um Unterstützung,.etwa durch das Backen leckeren Kuchens.
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